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Freitag - Abend - GesprächAn jedem letzten Freitag im Monat ab 19.30 Uhr findet in der Bibliothek im Hendrik-Kraemer-Haus statt. Die Bibliothek, in der wir uns treffen, liegt in der zweiten Etage des Gemeindehauses an der Jerusalemkirche, Eingang über den Hausparkplatz an der Markgrafenstraße ein Gesprächsabend zu einem aktuellen Thema statt. Indigene Kirchen - eine Herausforderung
für unser ökumenisches Denken "Die Theologie der Befreiung hat für die Armen optiert, und die Armen optieren für die Religion!" so lautet ein verbreitetes Fazit aus der Tatsache, dass sich in letzten Jahrzehnten weltweit indigene christliche Gemeinschaften gebildet haben, die in keine unserer traditionellen Strukturen und konfessionellen Trennungen einzuordnen sind. Aber wird diese Feststellung diesen Kirchen gerecht? Christen und Christinnen in Lateinamerika, Asien, Afrika und auch in vielen Großstädten Europas entdecken den christlichen Glauben als befreiende Kraft und organisieren sich in eigenen Kirchen. Ihre Kirchen wachsen, finanzieren sich selbst, handeln missionarisch und sind offensichtlich für viele Menschen attraktiv und lebensnotwendig. Was macht sie so attraktiv? Vor welche Herausforderungen stellen sie uns im multikulturellen Berlin? Frau Dr. Roswith Gerloff hat viele Jahre in Britannien mit indigenen, unabhängigen, pfingstlichen, charismatischen Gemeinden gearbeitet. Sie ist eine exzellente Kennerin dieser christlichen Bewegungen nicht nur in England und Europa, sondern auch im Süden der Erde. Nach vielen Jahren im Ausland ist sie im vergangenen Jahr wieder nach Deutschland zurückgekehrt und lebt in Potsdam. Wir haben die Chance, aus ihrer Arbeit zu hören und freuen uns, dass sie ins Hendrik-Kraemer-Haus kommen wird. Im Rahmen der Freitagabendgespräche wird sie uns einen Einblick in die Situation, das Selbstverständnis und die Rolle dieser neuen Kirchen geben. Wir laden zu diesem Gesprächsabend herzlich ein! Gespräch am Freitagabend:
Humanitäre Interventionen Für den kommenden Freitag-Abend-Gesprächskreis laden wir herzlich zu einem Gespräch über das Thema "Humanitäre Intervention" ein. Ein universeller Geltungsanspruch für die Menschenrechte ist eines der großartigsten Projekte der Neuzeit, durchaus verwandt mit altvertrauten religiösen Hoffnungen. Zugleich werden um seine Durchsetzung aktuell heiße Kämpfe ausgetragen. Ein Konfliktfeld ist beispielsweise mit dem Stichwort "humanitäre Intervention" gekennzeichnet. Dürfen sich Staaten über die Souveränität eines anderen Staates hinwegsetzen, wenn dieser die Menschenrechte seiner Einwohner in eklatanter Weise verletzt oder Nachbarn bedroht? Die Charta der Vereinten Nationen ermöglicht dem Sicherheitsrat gem. Art. 42 bei Unzulänglichkeit anderer Maßnahmen, Streitkräfte zur Wiederherstellung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit einzusetzen. Ist der Rahmen für die Definition von "unzulänglich" strikt genug gefasst; reicht er aus? Kann politischer Missbrauch des Rechtes auf Intervention ausgeschlossen werden und wenn ja, wie? Das Ende des Kalten Krieges hat globale politische Fronten in Bewegung gebracht. Antworten auf die genannten Fragen sind daher dringender denn je: Jugoslawien, Afghanistan, Irak, Ruanda, Kongo ... - es ist keineswegs ein theoretisches Thema. Vielmehr gehen wir, bewusst oder unbewusst, ständig damit um - wenn wir Zeitung lesen, Fernsehen sehen oder auch unmittelbar Betroffenen begegnen. Unser Gast, Wolfgang Heinz, arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut für Menschenrechte und lehrt als Privatdozent für Politische Wissenschaft an der Freien Universität Berlin. Außerdem ist er seit 2005 Mitglied im Anti-Folter-Komitee des Europarates und seit 2008 Mitglied im neu entstandenen Expertenausschuss des UN-Menschenrechtsrates. Freitagabendgespräch mit
Gästen der Gossnermission aus
Sambia Schon bevor Tibeter dafür sorgten, dass China eine ungewöhnlich intensive mediale Aufmerksamkeit und schlechte Presse bekam, haben wir einen Gesprächsabend über die aktuelle Situation in diesem Lande gehabt. Der jüngste Parteitag bekräftigte den Willen zum Aufbau einer sozialistischen Marktwirtschaft. Kann es eine solche Symbiose zweier Systeme geben? Handelt es sich um eine neue Variante von Sozialismus oder um eine moderne Spielart des Kapitalismus? "Adam Smith in Peking" hatte uns Prof. Peter Stier als Thema vorgeschlagen in Anlehnung an das Buch von Giovanni Arrighi, USA, über die Genealogie des 21. Jahrhunderts. Es ging also nicht nur um ein Land, sondern um eine Veränderung im ökonomischen Kräfteverhältnis und damit die Verschiebung politischer Schwerpunkte weltweit. Prof. Stier ist uns im HKH aus der Zeit bekannt, als er über Entwicklungen der Dritten Welt an der Hochschule für Ökonomie in Karlshorst geforscht und gelehrt hat, und wir sind über die Entwicklungspolitische Gesellschaft (EpoG) miteinander in Kontakt geblieben. Am Zugang zu unserem Haus an der Markgrafenstraße steht ein Friedenspfahl. Er verbindet uns mit einem weltweiten Netz von Friedensorten. Ihren Ursprung hat die World-Peace-Prayer-Society in Japan, entstanden in Reaktion auf die Schrecken von Hiroshima und Nagasaki. Seit kurzem tagt ein Deutsch-Japanische Friedensforum regelmäßig im Hendrik-Kraemer-Haus. Auch dies ist Teil eines internationalen Netzes: Seit einiger Zeit ist der Artikel 9 der japanischen Verfassung in Gefahr. Diese Festlegung auf ein Verbot aller Maßnahmen, die der Vorbereitung eines Krieges dienen, galt bisher in der Friedensbewegung als vorbildlich. Die Bemühungen um Revision stehen im Zusammenhang mit der zunehmenden Militarisierung der internationalen Beziehungen. Friedensgruppen in vielen Ländern nehmen das Thema zum Anlass, ihr Engagement zu verstärken. DIE VERTEIDIGUNG DES FRIEDENSGEBOTES
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