VEREIN DER FREUNDE DES HENDRIK-KRAEMER-HAUSES e.V.

 

 

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Ökumenische Herberge

Das Hendrik-Kraemer-Haus ist Gemeindewohnung und Veranstaltungsort der Niederländischen Ökumenischen Gemeinde und des Vereins Freunde des HKH e.V. Seit wir 2002 das ursprüngliche Haus verlassen mussten, besteht es aus einer Etagenwohnung. Zur Zeit wohnen dort, neben Elisabeth Ruys, der Gründerin, drei weitere Personen. Sie sind zugleich Mitarbeiter, die einzelne Besucher/innen und Gruppen betreuen. Wir nehmen Menschen auf, die Schutz brauchen. Es gibt prinzipiell keine einschränkenden Kriterien für die Aufnahme, außer der Schutz- und Hilfebedürftigkeit. Das Hendrik-Kraemer-Haus will damit gastliches Haus in einer oft unwirtlichen Welt sein. Im Niederländischen gibt es ein Wort, das uns gefällt:

pleisterplaats

Das ist der Ort, an dem Vögel Kraft sammeln, um dann gestärkt weiterziehen zu können. Unter den Mitbewohner/innen sind häufig auch Flüchtlinge. Die Gemeinde oder der Verein haben nie den Beschluss gefasst, Flüchtlingsarbeit zu leisten. Aber zeitweise wurde ihre Anwesenheit im Haus von selbst zu einem Schwerpunkt und forderte uns heraus, uns mit Fluchtursachen und Asylfragen auseinanderzusetzen. Eine qualifizierte juristische oder psychotherapeutische Betreuung können wir jedoch nicht leisten. Die Anwesenheit von Flüchtlingen hat besonders die Arbeit der Anti-Rassismus-Gruppe inspiriert, die sich inzwischen in Interkulturelles Dialogforum umbenannt hat. Die Gruppe versucht, durch Gespräche, Rollenspiele und Informationsveranstaltungen über Migration, Asyl und Leben ohne Aufenthaltspapiere aufzuklären, bzw. mit den Betroffenen ihre Erfahrungen zu verarbeiten.

zuletzt bearbeitet: 19.04.2008