
Das Lotte-Holzer-Camp ist ein workcamp im traditionellen Sinne, das heißt eine Kombination von körperlicher und thematischer Arbeit. Bei der handwerklichen Tätigkeit handelt es sich in der Regel um einfache gärtnerische Arbeit und manchmal auch um leichte Putzarbeiten. Bei den Gesprächsinhalten liegt der Schwerpunkt auf der Reflexion nationalsozialistischer Vergangenheit sowie der Idee und Verwirklichung der Menschenrechte. Die Namensgeberin des Camp gehörte einer antifaschistischen Widerstandsgruppe jüdischer kommunistischer Jugendlicher an, die verraten und deren Mitglieder hingerichtet wurden. Lotte Holzer war eine der wenigen, die mit dem Leben davonkam. Im Camp geht es meist auch um Themen wie den Kalten Krieg im Nachkriegseuropa und die Systemveränderungen nach 1990, wie die kritische Auseinandersetzung mit neoliberalen Wirtschaftsystemen, aktuelle Migrationsthemen usw.
Seit 2008 liegt der Fokus des Camps auf dem weiten Thema der Zwangsarbeit. Hierbei geht es sowohl um die Auseinandersetzung mit der historischen wie auch der aktuellen Problematik. Integriert ist in diesem Programm auch die Zusammenarbeit mit dem Dokumentationstheater Berlin.
Ort für den Aufenthalt und die Gespräche ist das Hendrik-Kraemer-Haus. Die Gruppe umfasst maximal 10 Personen. Deutsche Sprachkenntnisse sind erforderlich.
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